Interview mit Stefan Meier, Gründer und CEO der e-fon AG im Online PC, September 2012.

Online PC: e-fon wächst seit 2004 kontinuierlich. Wie ist dieses Wachstum möglich?

Stefan Meier: Dass e-fon heute zu den renommiertesten Festnetzanbietern der Schweiz gehört, verdanken wir gerade dem frühen Einstieg, also der langen Erfahrung in Sachen IP-Telefonie. Wir kennen die Technik von Grund auf und wissen, wo der Fokus bei einer VoIP-Einführung oder -Umstellung zu liegen hat. So bieten wir heute VoIP extrem gut abgesichert an, garantieren die Qualität der Verbindungen (QoS) und beweisen unsere Kompetenz auch mit einer Verfügbarkeit der Telefonie von 99,7 Prozent oder acht Ausfallstunden im Jahr.

Online PC: Welches waren die Knackpunkte in der Geschichte der IP-Telefonie?

Stefan Meier: Die Preisvorteile waren immer evident, aber früher litt die Internettelefonie bei der Sprachqualität. Der Grund war, dass bei VoIP die Gespräche nicht mehr über ein eigenes Telefonnetz transportiert werden, sondern über die auch für ganz andere Aufgaben genutzten Datennetze wie das Internet. Die dafür im Einsatz stehenden IP-fähigen Netze mussten erst noch fit gemacht werden, um die neue Art der Telefonie ständig prioritär behandeln zu können. Heute sind IP-Netze nahezu überall im Einsatz und technisch bestehen keine Grenzen mehr.

Online PC: Wo liegen die konkreten Vorteile von VoIP?

Stefan Meier:  Zunächst einmal fallen die Gesprächskosten drastisch tiefer aus als bisher. Dann entfallen Wartung und Unterhalt des Telefonnetzes. Zudem sind in dem internen Netz (LAN) einer Firma die Gespräche gratis, und wenn man unterwegs etwa mit dem Mobiltelefon oder dem iPad ein WLAN (Wireless LAN) in einem Bahnhof, einem Hotel oder Restaurant nutzt, verringern sich selbst die internationalen Gesprächskosten auf die nationalen Tarife. Ausserdem vereinfacht sich die Anwendung, weil man alle Informationen, wie die in den eigenen PCs schlummernden Adressdaten, unmittelbar zum Telefonieren nutzen kann. Beim VoIP Einsatz wachsen aber noch sehr viel mehr IP-basierte Anwendungen mit der Telefonie zusammen.

Online PC: Welche Investitionen sind für den Umstieg auf VoIP nötig?

Stefan Meier: Man sollte spezielle IP-basierte Telefone anschaffen, die zu Preisen ab rund 150 Franken erhältlich sind. Die nötige Software gibt es von uns kostenlos. In der Praxis wird jedoch zur Einführung meist auch ein wenig Support benötigt. Sie können davon ausgehen, dass für zehn neue Telefone und eine Einführung rund 3‘000 Franken fällig werden.

>> Lesen Sie hier weiter: „Die Cloud wird zum Treiber der Internettelefonie“. Online PC, September 2012