Die Aufgabe Lernende auszubilden wird immer komplexer. Berufe ändern sich immer rascher, laufend entstehen neue. Die Ausbildungsprogramme werden anspruchsvoller. Trotzdem investieren Unternehmen wie die e-fon AG in die Ausbildung junger Leute. Wir fragen Marcel Frei, Head of Operations & Support von e-fon.

News-Redaktion (NR): Also, Herr Frei: Warum bilden wir Lernende aus und in welchen Bereichen?
Marcel Frei (MF): Als innovativer Telekom-Anbieter im Bereich IP-Telefoniesysteme für KMU setzt e-fon auf gute Fachkräfte auch in der IT und im Support. Zurzeit bilden wir zwei Informatiker mit Fachrichtung Systemtechnik aus. Der eine absolviert die Lehre als Erst- der andere als Zweitausbildung. Daneben bieten wir auch Praktikumsstellen an – insbesondere für Studenten. Unser Ziel ist es, qualifizierte Nachwuchskräfte auszubilden, damit unsere Kunden stets kompetente Unterstützung erhalten. Gleichzeitig leisten wir damit einen wesentlichen Beitrag für die Zukunft unseres Unternehmens bzw. unserer Branche.

NR: Gibt es auch Negativaspekte?
MF: Sicher stellt die Führung von Jugendlichen recht hohe Ansprüche dar. Auch ist es nicht immer ganz einfach, den Überblick über die gesetzlichen Vorschriften zu behalten. Ich weiss aber nicht, ob ich nun von Negativaspekten reden würde. Es sind sicherlich immer wieder neue Herausforderungen … und an denen kann man ja wachsen (lacht!).

NR: Was motiviert Sie Ausbildner zu sein?
MF: Man lernt selber täglich dazu! Denn die Fragen und Ansprüche der Lernenden motivieren mich und meine Mitarbeitende, uns ständig weiterzubilden. Dadurch bleiben auch wir fachlich fit. Gleichzeitig steigt der Qualifikationsstand der Mitarbeitenden im Unternehmen. Ein weiterer Aspekt ist, dass Jugendliche den Betrieb durch Wissensdurst, Spontaneität und Frische bereichern. Da geht schon mal die Post ab… Spannend ist auch, dass man im täglichen Kontakt mit den Lernenden die Trends der jungen Generation kennen lernt. Im pulsierenden IT-Bereich sicher ein Vorteil!

NR: Sie sprachen von positivem Einfluss auf das Betriebsklima. Gibt es weitere Aspekte?
MF: Gerade im Support brauchen wir gute Mitarbeitende, die effizient die Anliegen unserer Kunden und Partner verstehen. Auch Lernende leisten hier produktive Arbeit! Studien zeigen, dass das Nutzen-Aufwand-Verhältnis für ein Unternehmen bereits ab dem zweiten Lehrjahr positiv sein kann. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass „Wer gute Mitarbeitende will, sie auch selber ausbilden muss“. In diesem Sinne investieren wir auch in die Zukunft unserer Technologie und in den Nutzen unserer Kunden.

NR: Wie sieht es mit dem zeitlichen Aufwand aus?
MF: Nun ja, das darf nicht unterschätzt werden. Sicherlich gehört eine Ausbildung zum Berufsbildner dazu. Heute gibt es spezifische Lehrgänge, in denen gezielt Themen wie Arbeitsrecht, Lehrvertrag, Führung, Verhalten junger Erwachsener, aber auch Förderungsmassnahmen, Beurteilung oder Selbständigkeitsförderung behandelt werden. Die Ausbildung vor Ort kann je nach Thema zeitintensiv sein. Aber wie gesagt, diese Investitionen sind zukunftsgerichtet, und auch ich lerne täglich dazu.

NR: Sehen Sie weiteren Nutzen?
MF: Unsere Lernenden sind interessiert und wissbegierig. Im Bereich Fachkunde werden ihnen die neusten Techniken und Technologien vermittelt. Das bedeutet, dass ich selber „up-to-date“ sein muss. Sollten sie nach Lehrabschluss weiterziehen, um sich weiterzubilden oder neue Erfahrungen zu sammeln, kann es sehr gut sein, dass sie später mit neuem Wissen wieder zurückkehren. Wie dem auch sei, wenn sie bleiben oder nach einigen Jahren wieder zurückkommen, sparen wir Kosten für die Personalbeschaffung und Einarbeitung. Zudem minimieren wir das Risiko teurer personeller Fehlentscheide.